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NEW REVIEW OF TERRA SATANICA

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“Terra Satanica”. Der Titel der jüngsten EP lässt erahnen, dass FJOERGYN dort anknüpfen, wo sie 2013 mit “Monument Ende” aufhörten: Wer das Schaffen der Thüringer rund um Mastermind Stepan L. seit “Ernte Im Herbst” (2005) mitverfolgt, weiß, dass ihr avantgardistisches Opus keineswegs aus verklärter Naturmystik besteht – wie nämlich der eine oder andere Fan des großartigen Albums “Jahreszeiten” (2009) zu interpretieren meinte. Der misanthropische Grundtenor von FJOERGYN, der schon auf “Sade Et Masoch” (2007) überdeutlich war, hat sich seit 2013 noch verschärft. Auf der EP “Terra Satanica” kulminiert er in der zutiefst niederdrückenden Interpretation von ‘What A Wonderful World’, die mitsamt dem deprimierenden Video zeigt, was FJOERGYN eben zeigen wollen. Nichts für Weichkekse jedenfalls – und dabei doch nur allzu Alltägliches. Oh Welt! FJOERGYN haben noch nicht genug geschrieben und gespielt von Sade, vom Antimenschen, vom Antichristen.

Stephans Stimme ist ein wenig rauer und belegter als in der Vergangenheit, was vor allem in ‘ISON14’ deutlich wird. Es lohnt sich wie immer auf den Text zu achten, der hier und da ein wenig gezwungen gereimt, aber mit der von FJOERGYN gewohnten Ernsthaftigkeit und Tiefe daherkommt. Das letzte Bild verglüht, wird Staub. / Erst träume und dann schlafe ich. Ein monumentaler Background-Chor unterfüttert die pathetische Schwere, die durch die typische Mischung von angeschwärztem Avantgarde-Metal und epischer Klassik entsteht. Original FJOEGYN, wie wir sie kennen, und doch wieder neu. Gefeatured werden in diesem Track übrigens B. Deutung (live bei DEINE LAKAIEN und SUBWAY TO SALLY), Shir-Ran Yinon (ELUVEITIE) sowie der musikalische Allrounder Dirk Zöllner. Eigenartige Mischung? Bestimmt, aber FJOERGYN waren ja bisher immer für eine Überraschung gut.

Und so überraschen sie uns auch mit einer Neuauflage von ‘Ernte Im Herbst’. Der Song ist unverkennbar, wenngleich es sich diesmal um eine akustische Version handelt (der Titelzusatz ‘Quiet World Version’ impliziert dies schon). Der Cleangesang ermöglicht eine leichtere Auseinandersetzung mit den Lyrics, die schon 2005 nichts Romantisches verheißen haben. Geerntet wird schließlich Menschenfleisch.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu ‘Terra Satanica’, dem Titeltrack: Musikalisch folgt es dem Kaliber von ‘Thanatos’ (“Monument Ende”). Inhaltlich ist es weitaus weniger drastisch, weniger offensiv, dafür aber nicht minder angepisst, angewidert von dem, was angeprangert wird: Reißt die Nähte von den Augen / Das Ende war schon gestern da / Legt Leben in den Zungenstumpf / Terra Satanica.

Fazit: FJOERGYN klingen wie immer nach FJOERGYN und sind doch ungewohnt neu. Aber diese EP ist schließlich nur ein kleiner Ausschnitt aus dem aktuellen Schaffensprozess. Hoffentlich ist das fünfte Album bald zu haben!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte

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